Klaviertransport ohne Schäden: wo es typischerweise passiert
Schäden beim Klaviertransport entstehen selten spektakulär. Sie entstehen an vier unscheinbaren Stellen, und jede davon lässt sich mit Vorbereitung ausschließen.
Am Türstock. Der Klassiker: Das Instrument ist zwei Zentimeter breiter als gedacht, jemand drückt trotzdem, und der Lack an der Ecke ist weg, dazu eine Kerbe im Rahmen. Deshalb messen wir vorher und polstern Zargen und Kanten, statt es darauf ankommen zu lassen.
Am Boden. Ein Piano auf schmalen Rollen drückt punktuell in Parkett, Vinyl oder frisch geölte Dielen. Wir arbeiten deshalb mit Schutzabdeckungen auf dem gesamten Laufweg und mit Rollen, die die Last verteilen.
An der Mechanik. Ein harter Absatz auf der letzten Stufe geht durch das gesamte Instrument. Hämmer, Dämpfer und Federn arbeiten mit Toleranzen im Zehntelmillimeterbereich, das verzeiht keinen Stoß. Deshalb wird nie abgesetzt, sondern abgestellt, kontrolliert und mit Unterlage.
Am Lack. Gerade ältere Instrumente mit dünner Politur reagieren empfindlich auf Gurte, Schnallen und Kanten. Decken, Folie und Kantenschoner kommen deshalb vor jedem Handgriff.
Was das kostet: Piano ab 380 €, Flügel ab 680 €, mit Schutzmaterial und Bodenabdeckung im Preis.