Klavier sicher transportieren: drei Zonen, drei Aufgaben
Wer ein Klavier sicher transportieren will, hat es nicht mit einem Problem zu tun, sondern mit dreien. Zone eins ist das Instrument selbst, Zone zwei der Weg durch das Haus, Zone drei die Fahrt. In jeder passiert etwas anderes schief, wenn man schlampig arbeitet, und in jeder gibt es einen klaren Handgriff, der das verhindert.
Am Instrument geht es um die beweglichen Teile und die Oberfläche. Deckel und Tastenklappe werden fixiert, damit nichts aufschwingt, Pedale und Beschläge kommen unter Polsterung, Kanten und Ecken werden abgedeckt. Erst dann folgen Decken und Folie. Wer sofort einwickelt, ohne vorher zu fixieren, verlagert das Problem nur nach innen.
Im Haus geht es um die Statik der Strecke und um den Griff. Ein Piano wird auf ebenen Flächen gerollt und über Stufen mit Gurten geführt, nie freihändig getragen. Auf jeder Stufe hält eine Person die Neigung, eine zweite sichert von unten, eine dritte behält Podest und Türstock im Blick.
Im Fahrzeug entscheidet die Ladungssicherung. Das Instrument steht aufrecht auf rutschhemmender Matte an der Bordwand und wird mit Spanngurten so verzurrt, dass es sich nicht bewegen kann, auch nicht bei einer Vollbremsung.