Klavier abbauen und transportieren: was wirklich demontiert wird
Beim Stichwort Abbau denken viele an ein zerlegtes Instrument. Das Gegenteil ist der Fall: Beim Klaviertransport wird so wenig demontiert wie möglich und so viel wie nötig.
Beim Piano bleibt in der Regel alles dran. Gesichert werden Deckel und Tastenklappe, abgenommen wird höchstens das Notenpult, wenn es lose aufliegt. Bei manchen Modellen lässt sich die untere Frontplatte abnehmen, was ein paar Kilogramm spart und die Griffigkeit verbessert. Mehr passiert nicht, denn jedes gelöste Bauteil ist eine zusätzliche Fehlerquelle.
Beim Flügel ist die Demontage dagegen Pflicht. Abgenommen werden die drei Beine, die Lyra samt Pedalwerk und das Notenpult. Der Korpus kommt auf ein gepolstertes Flügelbrett und wird dort verzurrt.
Was nie demontiert wird, ist die Mechanik. Hämmer, Dämpfer, Klaviatur und Saitenbezug bleiben im Instrument. Wer daran arbeitet, greift in die Regulierung ein, und das ist Sache des Klavierbauers, nicht der Transportmannschaft.
Ein Piano transportieren wir ab 380 €, ein Flügel ab 680 €, jeweils inklusive Ab- und Anbau der Teile, die dafür nötig sind.