Flügeltransport: warum er anders läuft als ein Klaviertransport
Ein Flügel ist kein größeres Klavier, sondern eine andere Konstruktion. Beim Piano steht die Masse aufrecht in einem kompakten Korpus, beim Flügel liegt sie waagrecht auf drei Beinen, die genau eine Aufgabe haben: den Korpus im Raum zu halten. Für alles andere, für Kippen, Tragen und Fahren, sind sie nicht gebaut.
Deshalb beginnt jeder professionelle Flügeltransport mit der Demontage. Beine, Lyra und Pedalwerk werden abgenommen, der Korpus kommt auf die Zarge, auf ein gepolstertes Flügelbrett, und wird dort verzurrt. Erst danach ist das Instrument transportfähig, mit klaren Griffpunkten und einer stabilen Auflage.
Die Gewichte, um die es geht: Ein Stutzflügel liegt bei etwa 250 bis 300 Kilogramm, ein Salonflügel bei 300 bis 400, ein Halbkonzertflügel bei 400 bis 500, ein Konzertflügel darüber. Dazu kommt die Länge, die bei Wendeltreppen und engen Podesten zum eigentlichen Problem wird, nicht das Gewicht.
Ein Flügel transportieren wir ab 680 €, ein Piano ab 380 €. Was dazukommt, richtet sich nach Etage, Zugang und Distanz.